Jahrgang 2010
Mit besonderer Besorgnis sehen wir die Zunahme des exzessiven Alkoholkonsums…
31.08.10 | FL
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Leserumfrage Heft 3 (2010)
22.07.10 | FL
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19.07.10 | FL
Sucht in der Leistungsgesellschaft
Zwischen den Frontberichten von der Fußball-WM war in den vergangenen Wochen in den Medien ab und an vom Verschwinden der Mittelschicht die Rede. Was der Unterschicht in diesem Lande noch blühen wird, war aus den zeitgleich veröffentlichten Sparbeschlüssen von Bund und Ländern nur zu erahnen.
Wem ist es also zu verdenken, dass er oder sie alles zu tun bereit ist, um den eigenen sozialen Status zu erhalten. Dass dies bis hin zu der Bereitschaft geht, der eigenen Leistungsfähigkeit in Schule und Beruf mit Dopingmitteln nachzuhelfen, überrascht nicht. Eben so wenig verwundert die Tatsache, dass viele Menschen am steinigen Boden der Gesellschaft versuchen, sich das Leben mit Alkohol, Zigaretten und anderen Substanzen ein wenig erträglicher zu gestalten. Man kann in diesem Lande also durchaus von einem schichtspezifischen Drogenkonsum sprechen. Unser Titelthema in diesem Heft.
Inhaltsverzeichnis Heft 3 / 2010
19.07.10 | FL
Titelthema
- Das neue Opium fürs Volk: Sucht in der Leistungsgesellschaft
- Brennpunkt Sucht-Statistik: Zahlen und Fakten
- Hirndoping: Die wichtigsten Hilfsmittel
- Pro und Kontra Hirndoping: Standpunkte und Argumente
Aktuell
- Alkoholstrategie der WHO
- Sucht-Soap: Klappe zu, Coach tot
- Rechnet sich Suchtprävention?
Hintergründe
- Trinkräume – voll im Trend? Hitzige Debatte um niedrigschwellige Angebote
Aus der Praxis
- Keine Angst vorm »Idiotentest« – Die MPU als Chance
Poster
- Praktische Alkoholpolitik: Koalitionsvereinbarung 2009
Aus der Wissenschaft
- Glücksspielsucht im DSM-5: Kommentar zur Neukategorisierung
Reportage
- Millionengeschäft Raucherentwöhnung: Bücher und Therapieangebote unter der Lupe
Wissenschaft trifft Praxis
- Das Suchtpotenzial der Currywurst: Neurowissenschaftliche Erkenntnisse
Aktuelle Neuerscheinungen
Veranstaltungskalender
Tagungsbericht
- 33. Bundesdrogenkongress
Rausch intern
- Lob und Tadel
Pro und Kontra Hirndoping
19.07.10 | FL
Befürworter und Gegner von Neuro-Enhancern streiten seit einigen Jahren um deren Anwendung und Freigabe. Im Moment erinnert die Debatte noch an ein Spiegelgefecht. Ist die Wunderpille erfunden, steht die Gesellschaft allerdings vor enormen Herausforderungen.
Pro |
Kontra |
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Reinhard Merkel, Professor für Strafrecht und Rechtsphilosophie, Universität Hamburg: Zwischen Selbstbestimmung und Selbstausbeutung. Interview mit Jörg Auf dem Hövel vom. 21.12.2009, www.teleopolis.de |
Claus Normann, Abteilung Psychiatrie und Psychotherapie der Universitätsklinik Freiburg: Möglichkeiten und Grenzen des pharmakologischen Neuroenhancements. In: Der Nervenarzt 1- 2010, S. 67 und S. 73 |
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»Die Gesellschaft hat ständig neue Möglichkeiten gefunden, sich zu verbessern, warum sollten wir auf diese verzichten? Spätestens wenn die Medikamente keine Nebenwirkungen mehr haben, werden wir nicht darauf verzichten.« ebenda. |
Götz Mundle, Chefarzt der Oberbergkliniken: in: Der SPIEGEL, 3.2.2010. |
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Isabella Heuser, Professorin für Psychiatrie und Direktorin an der Charité in Berlin: im RBB Kulturradio Zeitpunkte, Sendung "…schlauer, wacher, konzentrierter? Hirndoping" vom 5.12.2009. |
Mathias Berger/Claus Normann, Abteilung Psychiatrie und Psychotherapie der Universitätsklinik Freiburg: Kosmetik für die graue Zellen. In: Gehirn & Geist 10/2008, S. 41. |
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Bettina Schöne-Seifert, Professorin für Medizinethik, Universität Münster: In dem Beitrag „Schlauer, schneller, schöner – die gedopte Gesellschaft“ der ARD-Sendung „Panorama“ (vom 17.4.2008) |
Torsten Galert et al. Memorandum „Das optimierte Gehirn“, in: Gehirn & Geist 11-2009 |
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Bennett Foddy (Princeton)/Julian Savulescu (Oxford): Ethik der Leistungssteigerung im Sport: Medikamenten- und Gen-Doping. In: B.Schöne-Seifert/D.Talbot Hrsg. Enhancement. Die ethische Debatte. Paderborn 2009, S. 519. |
Elisabeth Hildt, Philosophisches Seminar Universität Main: Neuroenhancement – ein Überblick. In: SuchtMagazin 2/2010, S. 7 und 9. |
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Arthur L. Caplan (Pennsylvania): Ist besser das Beste? Ein renommierter Ethiker plädiert für Enhancement des Gehirns. In: B.Schöne-Seifert/D.Talbot Hrsg. Enhancement. Die ethische Debatte. Paderborn 2009, S. 167f. |
Boris B. Quednow, Psychiatrische Universitätsklinik Zürich: Neurophysiologie des Neuro-Enhancements: Möglichkeiten und Grenzen. In: SuchtMagazin 2/2010, S. 23 |
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Jörg Auf dem Hövel, Freier Autor, Hamburg: Pillen für den besseren Menschen: Versprechen und subjektive Wirkung. In: SuchtMagazin 2/2010, S. 41. |
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